Genehmigung des Organisations- und Kontrollmodells für die sportliche Tätigkeit und des Verhaltenskodexes des „Amateursportverein Sterzing“
Auf der Vorstandssitzung vom 15.11.2024 wurde mit Stimmeneinhelligkeit das Organisations- und Kontrollmodell für die sportliche Tätigkeit und der Verhaltenskodex des „Amateursportverein Sterzing“ genehmigt und der „Safeguarding officer“ in der Person von Tobias Keim ernannt.
Nachstehend kann das Organisations- und Kontrollmodell für die sportliche Tätigkeit und der Verhaltenskodex des „Amateursport Sterzing“ (in deutscher und italienischer Sprache) durchgelesen werden. Der zitierte Beschluss tritt mit dem morgigen Datum in Kraft.
DAS ORGANISATIONS- UND KONTROLLMODELL FÜR DIE SPORTLICHE TÄTIGKEIT UND DER VERHALTENSKODEX DES „AMATEURSPORTVEREIN STERZING“
Art. 1 – Zweck
- Dieses Dokument regelt die Instrumente zur Prävention und Bekämpfung jeder Form von Missbrauch, Belästigung, geschlechtsspezifischer Gewalt oder Diskriminierung aus Gründen der ethnischen Herkunft, Religion, persönlichen Überzeugungen, Behinderung, des Alters oder der sexuellen Orientierung bzw. aus den im Gesetzesvertretenden Dekret Nr. 198/2006 genannten Gründen gegenüber den Mitgliedern, insbesondere Minderjährigen, im Rahmen des „Amateursportverein Sterzing“ (nachfolgend kurz „ASV Sterzing“ genannt).
- Ein grundlegendes Recht der Mitglieder besteht darin, mit Respekt und Würde behandelt sowie vor jeder Form von Missbrauch, Belästigung, geschlechtsspezifischer Gewalt und jeder anderen im Gesetzesvertretenden Dekret Nr. 198/2006 vorgesehenen Diskriminierung geschützt zu werden, unabhängig von ethnischer Herkunft, persönlichen Überzeugungen, Behinderung, Alter, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Sprache, politischer Meinung, Religion, Vermögensverhältnissen, Geburt, körperlicher, geistiger, zwischenmenschlicher oder sportlicher Verfassung. Das Recht der Mitglieder auf Gesundheit und psychophysisches Wohlbefinden hat absoluten Vorrang, auch gegenüber dem sportlichen Ergebnis.
- Dieses Dokument stellt die Gesamtheit der Leitlinien und Grundsätze dar, an die sich der ASV Sterzing und alle bei diesem Sportverein den Verbänden angeschlossenen Mitglieder halten müssen, um folgende Ziele zu verfolgen:
- a) die Förderung der im vorstehenden Absatz genannten Rechte;
- b) die Förderung einer inklusiven Kultur und eines inklusiven Umfelds, die die Würde und die Rechte aller Mitglieder, insbesondere Minderjähriger, gewährleisten, Gleichheit und Chancengerechtigkeit sicherstellen und Vielfalt wertschätzen;
- c) die Sensibilisierung der Mitglieder für ihre Rechte, Pflichten, Verpflichtungen, Verantwortlichkeiten und Schutzmaßnahmen;
- d) die Festlegung und Umsetzung angemessener Safeguarding-Maßnahmen, Verfahren und Richtlinien durch den Sportverein, auch in Übereinstimmung mit den Empfehlungen der Safeguarding Officer der verschiedenen Verbände, um das Risiko von Verhaltensweisen zu verringern, die Rechte verletzen, insbesondere gegenüber minderjährigen Mitgliedern;
- e) die zeitnahe, wirksame und vertrauliche Bearbeitung von Meldungen über Missbrauch, Gewalt und Diskriminierung sowie den Schutz der meldenden Personen;
- f) die Information der Mitglieder, auch der Minderjährigen, über Maßnahmen und Verfahren zur Prävention und Bekämpfung von Missbrauch, Gewalt und Diskriminierung und insbesondere über die entsprechenden Meldeverfahren;
- g) die Teilnahme des Sportvereins und seiner Mitglieder an den von den verschiedenen Verbänden im Rahmen ihrer Safeguarding-Richtlinien organisierten Initiativen;
- h) die proaktive Einbindung aller Personen, die in irgendeiner Funktion oder Eigenschaft an der sportlichen Tätigkeit beteiligt sind, bei der Umsetzung der Safeguarding-Maßnahmen, -Verfahren und -Richtlinien des ASV Sterzing.
- Dieses Dokument übernimmt die Bestimmungen des Gesetzesvertretenden Dekrets Nr. 36 vom 28. Februar 2021 und des Gesetzesvertretenden Dekrets Nr. 39 vom 28. Februar 2021, die vom Nationalen Ausschuss des „CONI“ erlassenen Bestimmungen, die vom „Ständigen Observatorium des CONI“ für Safeguarding-Richtlinien genehmigten Grundprinzipien sowie die „Verordnung zur Prävention und Bekämpfung von Missbrauch, Gewalt und Diskriminierung gegenüber Mitgliedern“ der verschiedenen Verbände und die entsprechenden Leitlinien.
Art. 2 – Anwendungsbereich
- Zur Einhaltung dieses Dokuments verpflichtet sind:
- a) die beim ASV Sterzing gemäß den Bestimmungen der jeweiligen Verbandssatzung und der jeweiligen Verbandsordnung bei den verschiedenen Verbänden gemeldeten Mitglieder;
- b) alle Personen, die in einem Arbeits- oder Ehrenamtsverhältnis zum ASV Sterzing stehen;
- c) alle Personen, die in irgendeiner Eigenschaft Beziehungen zum ASV Sterzing unterhalten.
Art. 3 – Relevante Verhaltensweisen
- Als relevante Verhaltensweisen im Sinne dieses Dokuments gelten:
- a) psychischer Missbrauch, d. h. jede vorsätzliche und unerwünschte Handlung, einschließlich Isolation, Einsperren, Respektlosigkeit, Unterdrückung, verbaler Aggression, Einschüchterung oder jedes andere Verhalten, das sich negativ auf Identitätsgefühl, Würde und Selbstwertgefühl oder auf Emotionen, Wahrnehmungen, Werte und Überzeugungen des Mitglieds auswirken kann bzw. geeignet ist, das Mitglied einzuschüchtern, zu beunruhigen oder dessen seelische Ruhe zu beeinträchtigen, auch wenn dies mittels digitaler Instrumente erfolgt;
- b) körperlicher Missbrauch, d. h. jede vorsätzliche und unerwünschte, vollendete oder versuchte Handlung (darunter Schläge, Faustschläge, Prügel, Würgen, Ohrfeigen, Tritte oder das Werfen von Gegenständen), die tatsächlich oder potenziell geeignet ist, direkt oder indirekt eine Gesundheitsschädigung, ein Trauma oder körperliche Verletzungen zu verursachen bzw. absichtlich vorzutäuschen, oder die psychophysische Entwicklung eines Minderjährigen derart zu beeinträchtigen, dass ein gesundes und unbeschwertes Heranwachsen gefährdet wird. Eine solche Handlung kann auch darin bestehen, einen Athleten zur Verbesserung der sportlichen Leistung zu unangemessener körperlicher Aktivität zu zwingen, etwa durch Trainingsbelastungen, die Alter, Geschlecht, Körperbau und körperlichen Fähigkeiten nicht angemessen sind, oder kranke, verletzte bzw. unter Schmerzen leidende Athleten zum Training zu zwingen, sowie im unsachgemäßen, übermäßigen, rechtswidrigen oder willkürlichen Einsatz von Sportgeräten. Hierunter fallen auch Verhaltensweisen, die den Konsum von Alkohol oder Dopingpraktiken bzw. sonstige nach geltendem Recht verbotene Praktiken fördern;
- c) Belästigung, d. h. jede unerwünschte und nicht willkommene Handlung oder Verhaltensweise sexueller Art, sei sie verbal, nonverbal oder körperlich, die erhebliche Belästigung, Unbehagen oder Störung verursacht. Dazu können auch unangemessene Körpersprache, sexuell eindeutige Bemerkungen oder Anspielungen, unerwünschte oder nicht willkommene Aufforderungen sexuellen Charakters sowie Telefonanrufe, Nachrichten, Briefe oder jede andere Form der Kommunikation mit sexuellem Inhalt gehören, auch wenn sie einschüchternd, erniedrigend oder demütigend wirken;
- d) sexueller Missbrauch, d. h. jedes Verhalten oder jede Handlung sexueller Art, ohne oder mit Körperkontakt, die unerwünscht ist oder bei der die Zustimmung erzwungen, manipuliert, nicht erteilt oder verweigert wurde. Dazu kann auch gehören, ein Mitglied zu unangemessenen oder unerwünschten sexuellen Handlungen zu zwingen oder das Mitglied unter unangemessenen Bedingungen und in unangemessenen Situationen zu beobachten;
- e) geschlechtsspezifische Gewalt, d. h. alle Formen von Gewalt, von psychischer und körperlicher bis hin zu sexueller Gewalt, von Nachstellungen bis zu Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts;
- f) Mobbing (bzw. Cybermobbing, wenn es online erfolgt), d. h. jedes beleidigende und/oder aggressive Verhalten einer oder mehrerer Personen, persönlich oder auch über soziale Netzwerke oder andere Kommunikationsmittel, unabhängig davon, ob es sich um einen Einzelfall oder um wiederholte Handlungen handelt, zum Nachteil eines oder mehrerer Mitglieder mit dem Ziel, Macht oder Herrschaft über diese auszuüben. Dazu können auch wiederholte schikanöse und unterdrückende Verhaltensweisen gehören, die ein Mitglied einschüchtern oder beunruhigen und einen Zustand von Unbehagen, Unsicherheit, Angst, Ausgrenzung oder Isolation hervorrufen (darunter Demütigungen, Kritik am körperlichen Erscheinungsbild, verbale Drohungen, auch in bezug auf die sportliche Leistung, Verbreitung unbegründeter Nachrichten, Androhung körperlicher Konsequenzen oder der Beschädigung von Gegenständen im Besitz des Opfers);
- g) Aufnahmerituale (sog. „hazing“), d. h. jedes Verhalten, das eine demütigende und/oder gefährliche Initiation neuer Mitglieder durch erfahrene Mitglieder derselben Gruppe umfasst;
- h) religiös motivierter Missbrauch, d. h. die Verhinderung, Beeinflussung oder Einschränkung des Rechts, den eigenen Glauben frei zu bekennen und privat oder öffentlich auszuüben, sofern es sich nicht um gegen die guten Sitten verstoßende Riten handelt;
- i) Missbrauch von Erziehungs- und Disziplinarmaßnahmen, d. h. die Überschreitung der Grenzen der einer Person gegenüber der betroffenen Person zustehenden Erziehungs- und Disziplinargewalt, indem diese unangemessen oder zur Verfolgung eines anderen Zwecks ausgeübt wird als jenes Interesses, für das diese Befugnis durch die Verbandsordnung verliehen wurde;
- j) Fahrlässigkeit (sog. „negligence“), d. h. das Unterlassen des Eingreifens durch ein Mitglied, auch aufgrund der Pflichten aus seiner Funktion, seinem Auftrag oder Amt, das von einem der in dieser Verordnung geregelten Ereignisse Kenntnis erlangt und es unterlässt, einzugreifen und/oder den Safeguarding Officer – dessen Regelung Gegenstand des nachfolgenden Titels II dieser Verordnung ist – oder die Verbandsstaatsanwaltschaft zu informieren, wodurch ein Schaden verursacht, die Verursachung eines Schadens ermöglicht oder eine unmittelbare Schadensgefahr geschaffen wird;
- k) Vernachlässigung (sog. „neglect“), d. h. die Nichterfüllung grundlegender körperlicher, medizinischer, erzieherischer und emotionaler Bedürfnisse;
- l) sonstige diskriminierende Verhaltensweisen, d. h. jedes weitere Verhalten, das darauf abzielt, eine diskriminierende Wirkung aufgrund von ethnischer Herkunft, Hautfarbe, körperlichen Merkmalen, Geschlecht, sozioökonomischem Status, sportlicher Leistung und athletischen Fähigkeiten, Religion, persönlichen Überzeugungen, Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung herbeizuführen.
- Als relevante Verhaltensweisen gelten ferner alle weiteren Verhaltensweisen, die der Erreichung der in Art. 1 genannten Ziele entgegenstehen.
Art. 4 – Grundsätze
- Die in Art. 2 genannten Personen haben ihr Verhalten an folgenden Grundsätzen auszurichten:
- a) Gewährleistung eines Umfelds, das von den Grundsätzen der Gleichheit sowie vom Schutz der Freiheit, Würde und Unverletzlichkeit der Person geprägt ist;
- b) jedem Mitglied Aufmerksamkeit, Einsatz, Respekt und Würde entgegenzubringen und gleiche Bedingungen ohne Unterscheidung nach Alter, ethnischer Herkunft, sozialem Status, politischer Meinung, religiöser Überzeugung, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung oder anderen Merkmalen zu gewährleisten;
- c) möglichen, wahrgenommenen oder auch indirekt bekannt gewordenen Situationen des Unbehagens die gebotene Aufmerksamkeit zu schenken, insbesondere wenn Minderjährige betroffen sind;
- d) jeden relevanten Umstand unverzüglich den Trägern der elterlichen Verantwortung bzw. Vormündern oder den mit der Aufsicht betrauten Personen zu melden;
- e) sich mit dem Verantwortlichen des ASV Sterzing für die Bekämpfung von Missbrauch, Gewalt und Diskriminierung abzustimmen, wenn der Verdacht besteht, dass relevante Verhaltensweisen im Sinne dieses Dokuments vorliegen könnten;
- f) die sportliche Tätigkeit unter Beachtung der körperlichen, sportlichen und emotionalen Entwicklung des Schülers durchzuführen und dabei auch dessen Interessen und Bedürfnisse zu berücksichtigen;
- g) die Tätigkeit, auch bei Auswärtsfahrten, so zu planen und zu organisieren, dass organisatorische und logistische Lösungen gewählt werden, die Situationen des Unbehagens und/oder unangemessenes Verhalten verhindern;
- h) bei minderjährigen Athleten die schriftliche Genehmigung der Träger der elterlichen Verantwortung einzuholen und aufzubewahren, wenn Einzeltrainingseinheiten und/oder Trainingszeiten vorgesehen sind, zu denen die für die sportliche Tätigkeit genutzten Räume üblicherweise nicht frequentiert werden;
- i) während des Trainings und bei Wettkämpfen alle oben beschriebenen Verhaltensweisen durch Sensibilisierungs- und Kontrollmaßnahmen zu verhindern;
- j) den Nutzern des Raumes, in dem die sportliche Tätigkeit stattfindet, klar zu erläutern, dass Äußerungen, Kommentare und Bewertungen, die nicht unmittelbar die sportliche Leistung betreffen und zu den in diesem Dokument genannten zählen, die Würde, den Anstand und die Empfindsamkeit der Person verletzen können;
- k) unter Beachtung der geltenden Vorschriften eine ausgewogene Vertretung der Geschlechter zu fördern.
Art. 5 – Schutz Minderjähriger
- Wenn der ASV Sterzing – unabhängig von der Vertragsform – ein Arbeitsverhältnis mit Personen begründet, deren Aufgaben einen direkten und regelmäßigen Kontakt mit Minderjährigen beinhalten, ist er verpflichtet, vorab gemäß den geltenden Rechtsvorschriften eine Kopie des Strafregisterauszugs anzufordern.
Art. 6 – Verantwortlicher für die Bekämpfung von Missbrauch, Gewalt und Diskriminierung
- Zur Prävention und Bekämpfung jeder Form von Missbrauch, Gewalt und Diskriminierung gegenüber Mitgliedern sowie zur Gewährleistung des Schutzes der körperlichen und moralischen Unversehrtheit der Sportler ernennt der ASV Sterzing, auch gemäß Art. 33 Abs. 6 des Gesetzesvertretenden Dekrets Nr. 36/2021, einen Verantwortlichen für die Bekämpfung von Missbrauch, Gewalt und Diskriminierung und teilt dessen Ernennung den verschiedenen Verbänden bei der Aufnahme bzw. Erneuerung der Mitgliedschaft/Aggregation und Reaggregation mit.
- Der Verantwortliche für die Bekämpfung von Missbrauch, Gewalt und Diskriminierung ist unter Personen von nachgewiesener Integrität und Kompetenz zu ernennen, die folgende Voraussetzungen erfüllen:
- a) ordnungsgemäß bei einem Sportverband gemeldet zu sein;
- b) die italienische Staatsbürgerschaft zu besitzen;
- c) keine rechtskräftigen strafrechtlichen Verurteilungen wegen vorsätzlicher Straftaten zu Freiheitsstrafen von mehr als einem Jahr bzw. zu Strafen erhalten zu haben, die den Ausschluss von öffentlichen Ämtern für mehr als ein Jahr zur Folge haben;
- d) in den letzten zehn Jahren – vorbehaltlich einer Rehabilitierung – keine endgültigen sportrechtlichen Sperren oder Tätigkeitsverbote von insgesamt mehr als einem Jahr durch „FSN, DSA, EPS und CONI“ oder anerkannte internationale Sportorganisationen erhalten zu haben.
- Die Ernennung des Verantwortlichen wird innerhalb des jeweiligen Vereins angemessen bekannt gemacht (durch unverzüglichen Aushang am Vereinssitz und Veröffentlichung von Namen und Kontaktdaten auf der jeweiligen Homepage, sofern dem ASV Sterzing eine solche zur Verfügung steht) und gemäß den in den Verbandsbestimmungen vorgesehenen Verfahren in das Verbandsverwaltungssystem eingetragen.
- Der Verantwortliche bleibt sechs Jahre im Amt und kann erneut bestätigt werden.
- Endet die Funktion des Verantwortlichen für die Bekämpfung von Missbrauch, Gewalt und Diskriminierung durch Rücktritt oder aus einem anderen Grund, ernennt der ASV Sterzing innerhalb von 30 Tagen einen neuen Verantwortlichen und trägt diesen gemäß den in den Verbandsbestimmungen vorgesehenen Verfahren in das Verbandsverwaltungssystem ein.
- Die Ernennung des Verantwortlichen für die Bekämpfung von Missbrauch, Gewalt und Diskriminierung kann bereits vor Ablauf der Amtszeit wegen schwerwiegender Unregelmäßigkeiten in der Verwaltung oder Funktionsausübung durch begründete Maßnahme des zuständigen Vereinsorgans widerrufen werden. Der Widerruf und seine Gründe sind den Safeguarding Officer der verschiedenen Verbände unverzüglich mitzuteilen. Der ASV Sterzing sorgt gemäß dem vorhergehenden Absatz für die Ersetzung.
- Der Verantwortliche ist verpflichtet:
- a) die ordnungsgemäße Anwendung der Verordnung der verschiedenen Verbände zur Prävention und Bekämpfung von Missbrauch, Gewalt und Diskriminierung gegenüber Mitgliedern im ASV Sterzing sowie die ordnungsgemäße Anwendung und Aktualisierung der von diesen angenommenen Organisations- und Kontrollmodelle für die sportliche Tätigkeit und Verhaltenskodizes zu überwachen;
- b) geeignete Maßnahmen, auch dringlicher Art (sog. „quick-response“), zur Prävention und Bekämpfung jeder Form von Missbrauch, Gewalt und Diskriminierung innerhalb des ASV Sterzing sowie alle von ihm für nützlich und angemessen erachteten Sensibilisierungsmaßnahmen zu ergreifen;
- c) dem Safeguarding Officer etwaige relevante Verhaltensweisen zu melden und ihm alle angeforderten Informationen oder Unterlagen zur Verfügung zu stellen;
- d) die Vertraulichkeitspflichten gemäß Art. 17 der Verordnung der verschiedenen Verbände zur Prävention und Bekämpfung von Missbrauch, Gewalt und Diskriminierung gegenüber Mitgliedern einzuhalten;
- e) dem zuständigen Organ Vorschläge zur Aktualisierung der Organisations- und Kontrollmodelle für die sportliche Tätigkeit und der Verhaltenskodizes unter Berücksichtigung der Besonderheiten des ASV Sterzing zu unterbreiten;
- f) jährlich die Maßnahmen der Organisations- und Kontrollmodelle für die sportliche Tätigkeit und der Verhaltenskodizes im eigenen Verein zu bewerten und gegebenenfalls auf Grundlage dieser Bewertung einen Aktionsplan zur Behebung festgestellter Mängel zu entwickeln und umzusetzen;
- g) an den von den verschiedenen Verbänden organisierten verpflichtenden Schulungsmaßnahmen teilzunehmen.
Art. 7 – Meldepflicht
- Wer Kenntnis von relevanten Verhaltensweisen im Sinne des vorhergehenden Art. 3 erlangt, an denen Mitglieder, insbesondere Minderjährige, beteiligt sind, ist verpflichtet, dies unverzüglich der Verbandsstaatsanwaltschaft und/oder über den Safeguarding Officer mitzuteilen.
- Wer relevante Verhaltensweisen im Sinne dieser Verordnung vermutet, kann sich mit dem Verantwortlichen des ASV Sterzing für die Bekämpfung von Missbrauch, Gewalt und Diskriminierung oder unmittelbar mit dem Safeguarding Officer des betroffenen Verbandes abstimmen.
Art. 8 – Bekanntmachung und Umsetzung
- Der ASV Sterzing verpflichtet sich, auch mit Unterstützung des Verantwortlichen für die Bekämpfung von Missbrauch, Gewalt und Diskriminierung, dieses Dokument und den Verhaltenskodex zum Schutz Minderjähriger sowie zur Prävention von Belästigung, geschlechtsspezifischer Gewalt und jeder anderen Form von Diskriminierung unter seinen Mitgliedern und ehrenamtlich Tätigen, die in irgendeiner Eigenschaft und Funktion an der sportlichen Tätigkeit beteiligt sind, zu veröffentlichen und umfassend zu verbreiten, alle möglichen Instrumente zur Verfügung zu stellen, die deren vollständige Anwendung fördern, jede Meldung über einen Verstoß gegen die Bestimmungen zu überprüfen sowie Informationsmaterial zur Sensibilisierung und Prävention von Essstörungen bei Sportlern weiterzugeben.
- Dieses Dokument wird auf der Internetseite des ASV Sterzing, sofern vorhanden, veröffentlicht und/oder am Vereinssitz ausgehängt und allen Mitarbeitern und Mitwirkenden – unabhängig vom Grund der Zusammenarbeit – bei Begründung des Verhältnisses mit dem ASV Sterzing zur Kenntnis gebracht. Der ASV Sterzing verlangt dessen Einhaltung und sieht bei Nichtbeachtung angemessene disziplinarische oder vertragliche Sanktionen vor.
Art. 9 – Schlussbestimmungen
- Dieses Dokument wird vom Vorstand des Sportvereins mindestens alle vier Jahre sowie immer dann aktualisiert, wenn dies erforderlich ist, um etwaige weitere vom Nationalen Ausschuss des CONI erlassene Bestimmungen, Änderungen und Ergänzungen der vom „Ständigen Observatorium des CONI“ für Safeguarding-Richtlinien genehmigten Grundprinzipien bzw. dessen Empfehlungen sowie etwaige Änderungen und Ergänzungen der Bestimmungen der verschiedenen Verbände zu übernehmen.
- Etwaige Vorschläge zur Änderung dieses Dokuments sind dem zuständigen Organ des ASV Sterzing vorzulegen und von diesem zu genehmigen.
- Soweit in diesem Dokument nicht ausdrücklich geregelt, wird auf die Satzungen der verschiedenen Sportverbände, auf sämtliche vom jeweiligen Verbandsrat genehmigten verbandsinternen Vorschriften, einschließlich der Verordnung zur Prävention und Bekämpfung von Missbrauch, Gewalt und Diskriminierung gegenüber Mitgliedern und des Ethikkodex, auf den vom CONI genehmigten Sport-Verhaltenskodex sowie, soweit gegebenenfalls einschlägig, auf den von dem zuständigen Weltsportverband genehmigten „Code of Ethics“ verwiesen.
- Diese vom Vorstand des ASV Sterzing genehmigte Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft.
MODELLO ORGANIZZATIVO E DI CONTROLLO DELL’ATTIVITÀ SPORTIVA E CODICE DI CONDOTTA DELL’ ASD “AMATEURSPORTVEREIN STERZING”
Art. 1 – Finalità
- Il presente documento disciplina gli strumenti per la prevenzione e il contrasto di ogni forma di abuso, molestia, violenza di genere o discriminazione per ragioni di etnia, religione, convinzioni personali, disabilità, età o orientamento sessuale ovvero per le ragioni di cui al D.lgs. n. 198/2006 sui tesserati, specie se minori d’età nell’ambito dell’ASD “Amateursportverein Sterzing” (di seguito per brevità “ASV Sterzing”).
- Diritto fondamentale dei tesserati è quello di essere trattati con rispetto e dignità, nonché di essere tutelati da ogni forma di abuso, molestia, violenza di genere e ogni altra condizione di discriminazione, prevista dal D.lgs. n. 198/2006, indipendentemente da etnia, convinzioni personali, disabilità, età, identità di genere, orientamento sessuale, lingua, opinione politica, religione, condizione patrimoniale, di nascita, fisica, intellettiva, relazionale o sportiva. Il diritto alla salute e al benessere psico-fisico dei tesserati costituisce un valore assolutamente prevalente anche rispetto al risultato sportivo.
- Il presente documento costituisce l’insieme di Linee Guida e di Principi a cui l’ASV Sterzing e tutti i tesserati federali presso la stessa società sportiva sono tenuti ad uniformarsi al fine di perseguire:
- a) la promozione dei diritti di cui al precedente comma;
- b) la promozione di una cultura e di un ambiente inclusivi che assicurino la dignità ed il rispetto dei diritti di tutti i tesserati, specie se minori, e garantiscano l’uguaglianza e l’equità, nonché valorizzino le diversità;
- c) la consapevolezza dei tesserati in ordine ai propri diritti doveri, obblighi, responsabilità e tutele;
- d) l’individuazione e l’attuazione da parte del sodalizio di adeguate misure, procedure e politiche di safeguarding, anche in conformità con le raccomandazioni del Safeguarding Officer delle varie Federazioni, che riducano i rischi di condotte lesive dei diritti, specie nei confronti di tesserati minori;
- e) la gestione tempestiva, efficace e riservata delle segnalazioni di fenomeni di abuso, violenza e discriminazione e tutela dei segnalanti;
- f) l’informazione dei tesserati, anche minori, sulle misure e procedure di prevenzione e contrasto ai fenomeni di abuso, violenza e discriminazione e, in particolar modo, sulle procedure per la segnalazione degli stessi;
- g) la partecipazione della società e dei tesserati alle iniziative organizzate dalle varie Federazioni nell’ambito delle politiche di safeguarding adottate;
- h) il coinvolgimento proattivo di tutti coloro che partecipano con qualsiasi funzione o titolo all’attività sportiva nell’attuazione delle misure, procedure e politiche di safeguarding dell’ASV Sterzing.
- Il presente documento recepisce le disposizioni di cui al D.lgs. n. 36 del 28 febbraio 2021 e al D.lgs. n. 39 del 28 febbraio 2021, le disposizioni emanate dalla Giunta Nazionale del CONI, i Principi Fondamentali approvati dall’Osservatorio permanente del CONI per le politiche di safeguarding nonché il “Regolamento per la prevenzione e il contrasto ad abusi, violenze e discriminazioni sui tesserati” delle varie Federazioni e le relative Linee Guida.
Art. 2 – Campo di applicazione
- I soggetti tenuti al rispetto del presente documento sono:
- a) i tesserati presso le varie Federazioni, ai sensi di quanto disciplinato dallo Statuto Federale e dal Regolamento Organico Federale, presso l’ASV Sterzing;
- b) tutti coloro che trattengono rapporti di lavoro o volontariato con l’ASV Sterzing;
- c) tutti coloro che, a qualsiasi titolo, intrattengono rapporti con l’ASV Sterzing.
Art. 3 – Condotte rilevanti
- Costituiscono comportamenti rilevanti ai fini del presente documento:
- a) l’abuso psicologico, ossia qualsiasi atto intenzionale e indesiderato incluso l’isolamento, il confinamento, la mancanza di rispetto, la sopraffazione, l’aggressione verbale, l’intimidazione o qualsiasi altro comportamento che possa incidere negativamente sul senso di identità, dignità e autostima o su emozioni, cognizioni, valori nonché convinzioni del tesserato ovvero tale da intimidire, turbare o alterare la serenità del tesserato, anche se perpetrato attraverso l’utilizzo di strumenti digitali;
- b) l’abuso fisico, ossia qualsiasi atto deliberato e sgradito, consumato o tentato (tra cui botte, pugni, percosse, soffocamento, schiaffi, calci o lancio di oggetti), idoneo in senso reale o potenziale di causare, direttamente o indirettamente, ovvero intenzionalmente falsificare un danno alla salute, un trauma, lesioni fisiche o che danneggi lo sviluppo psico-fisico del minore tanto da compromettergli una sana e serena crescita. Tale atto può anche consistere nel costringere un atleta a svolgere (al fine di una migliore performance sportiva) un’attività fisica inappropriata come il somministrare carichi di allenamento inadeguati in base all’età, genere, struttura e capacità fisica oppure forzare ad allenarsi atleti ammalati, infortunati o comunque doloranti nonché nell’uso improprio, eccessivo, illecito o arbitrario di strumenti sportivi. In quest’ambito rientrano anche quei comportamenti che favoriscano il consumo di alcool o le pratiche di doping, o comunque vietate da norme vigenti;
- c) le molestie, ossia qualsiasi atto o comportamento indesiderato e non gradito di natura sessuale, sia esso verbale, non verbale o fisico che comporti una grave noia, fastidio o disturbo. Tali atti o comportamenti possono anche consistere nell’assumere un linguaggio del corpo inappropriato, nel rivolgere osservazioni o allusioni sessualmente esplicite, nonché richieste indesiderate o non gradite aventi connotazione sessuale, ovvero telefonate, messaggi, lettere od ogni altra forma di comunicazione a contenuto sessuale, anche con effetto intimidatorio, degradante o umiliante;
- d) l’abuso sessuale, ossia qualsiasi comportamento o condotta avente connotazione sessuale, senza contatto, o con contatto e considerata non desiderata, o il cui consenso è costretto, manipolato, non dato o negato. Può consistere anche nel costringere un tesserato a porre in essere condotte sessuali inappropriate o indesiderate, o nell’osservare il tesserato in condizioni e contesti non appropriati;
- e) la violenza di genere, ossia tutte quelle forme di violenza da quella psicologica e fisica a quella sessuale, dagli atti persecutori a quelli discriminatori in base al sesso;
- f) il bullismo (o il cyberbullismo, se condotto online), ossia qualsiasi comportamento offensivo e/o aggressivo da parte di uno o più soggetti, personalmente, anche attraverso i social network o altri strumenti di comunicazione, sia che si tratti di caso isolato sia di atti ripetuti nel tempo, ai danni di uno o più tesserati con lo scopo di esercitare un potere o un dominio sugli stessi. Possono anche consistere in comportamenti di prevaricazione e sopraffazione ripetuti e atti ad intimidire o turbare un tesserato che determinano una condizione di disagio, insicurezza, paura, esclusione o isolamento (tra cui umiliazioni, critiche riguardanti l’aspetto fisico, minacce verbali, anche in relazione alla performance sportiva, diffusione di notizie infondate, minacce di ripercussioni fisiche o di danneggiamento di oggetti posseduti dalla vittima);
- g) il nonnismo (d. “hazing”), ossia ogni condotta che coinvolge un’iniziazione umiliante e/o pericolosa dei nuovi membri da parte dei membri veterani del medesimo gruppo;
- h) l’abuso di matrice religiosa, ossia l’impedimento, il condizionamento o la limitazione del diritto di professare liberamente la propria fede religiosa e di esercitarne in privato o in pubblico il culto purché non si tratti di riti contrari al buon costume;
- i) l’abuso dei mezzi di correzione, ossia l’oltrepassare i limiti dell’uso del potere correttivo e disciplinare spettante a un soggetto nei confronti della persona offesa, che viene dunque esercitato con modalità non adeguate o al fine di perseguire un interesse diverso da quello per il quale tale potere è conferito dall’ordinamento federale;
- j) la negligenza (d. “negligence”), ossia il mancato intervento di un tesserato, anche in ragione dei doveri che derivano dalla sua carica, incarico, officio, il quale, presa conoscenza di uno degli eventi disciplinati dal presente Regolamento, omette di intervenire e/o di segnalare al Safeguarding Officer – la cui disciplina interessa la trattazione del successivo Titolo II del presente Regolamento – o alla Procura Federale, causando un danno, permettendo che venga causato un danno o creando un pericolo imminente di danno;
- k) l’incuria (d. “neglect”), ossia la mancata soddisfazione delle necessita fondamentali a livello fisico, medico, educativo ed emotivo;
- l) altri comportamenti discriminatori, qualsiasi altro comportamento finalizzato a conseguire un effetto discriminatorio basato su etnia, colore, caratteristiche fisiche, genere, status social-economico, prestazioni sportive e capacità atletiche, religione, convinzioni personali, disabilità, età o orientamento sessuale.
- Costituiscono altresì condotte rilevanti tutti quei comportamenti ulteriori che siano ostativi al raggiungimento delle finalità di cui all’art. 1.
Art. 4 – Principi
- I soggetti di cui all’art. 2 sono tenuti ad uniformare i propri comportamenti ai seguenti principi:
- a) assicurare un ambiente ispirato a principi di uguaglianza e di tutela della libertà, della dignità e dell’inviolabilità della persona;
- b) riservare ad ogni tesserato attenzione, impegno, rispetto e dignità, garantendo uguali condizioni senza distinzioni di età, etnia, condizione sociale, opinione politica, convinzione religiosa, genere, orientamento sessuale, disabilità e altro;
- c) prestare la dovuta attenzione ad eventuali situazioni di disagio, percepite o conosciute anche indirettamente, con particolare attenzione a circostanze che riguardino minorenni;
- d) segnalare senza indugio ogni circostanza di interesse agli esercenti la responsabilità genitoriale o tutoria ovvero ai soggetti preposti alla vigilanza;
- e) confrontarsi con il Responsabile contro abusi, violenze e discriminazioni dell’ASV Sterzing ove sia abbia il sospetto che possano essere poste in essere condotte rilevanti ai sensi del presente documento;
- f) far svolgere l’attività sportiva nel rispetto dello sviluppo fisico, sportivo ed emotivo dell’allievo, tenendo in considerazione anche interessi e bisogni dello stesso;
- g) programmare e gestire l’attività, anche in occasione delle trasferte, individuando soluzioni organizzative e logistiche atte a prevenire situazioni di disagio e/o comportamenti inappropriati;
- h) ottenere, in caso di atleti minorenni, e conservare l’autorizzazione scritta dagli esercenti la responsabilità genitoriale qualora siano programmate sedute di allenamento singole e/o in orari in cui gli spazi utilizzati per l’attività sportiva non sia usualmente frequentata;
- i) prevenire, durante gli allenamenti e in gara, tutti i comportamenti e le condotte sopra descritti con azioni di sensibilizzazione e controllo;
- j) spiegare in modo chiaro ai fruitori dello spazio in cui si sta svolgendo l’attività sportiva, che gli apprezzamenti, i commenti e le valutazioni che non siano strettamente inerenti alla prestazione sportiva e compresi tra quelli indicati dal presente documento possono essere lesivi della dignità, del decoro e della sensibilità della persona;
- k) favorire la rappresentanza paritaria di genere, nel rispetto della normativa applicabile.
Art. 5 – Tutela dei minori
- L’ASV Sterzing, quando instaura un rapporto di lavoro – a prescindere dalla forma – con soggetti chiamati a svolgere mansioni comportanti contatti diretti e regolari con minori è tenuto a richiedere preventivamente copia del certificato del casellario giudiziale ai sensi della normativa vigente.
Art. 6 – Responsabile contro abusi, violenze e discriminazioni
- Allo scopo di prevenire e contrastare ogni tipo di abuso, violenza e discriminazione sui tesserati nonché per garantire la protezione dell’integrità fisica e morale degli sportivi, anche ai sensi dell’art. 33, comma 6, del D.lgs. n. 36/2021, l’ASV Sterzing nomina un Responsabile contro abusi, violenze e discriminazioni e lo comunica alle varie Federazioni all’atto di affiliazione e riaffiliazione/aggregazione e riaggregazione.
- Il Responsabile contro abusi, violenze e discriminazioni deve essere nominato tra persone di comprovata moralità e competenza in possesso dei seguenti requisiti:
- a) essere regolarmente tesserato presso una Federazione sportiva;
- b) essere in possesso della cittadinanza italiana;
- c) non aver riportato condanne penali passate in giudicato per reati non colposi a pene detentive superiori ad un anno ovvero a pene che comportino l’interdizione dai pubblici uffici superiori ad un anno;
- d) non aver riportato nell’ultimo decennio, salva riabilitazione, squalifiche o inibizioni sportive definitive complessivamente superiori ad un anno, da parte delle “FSN, delle DSA, degli EPS e del CONI” o di organismi sportivi internazionali riconosciuti.
- La nomina del Responsabile è adeguatamente resa pubblica nell’ambito del rispettivo sodalizio (mediante immediata affissione presso la sede e pubblicazione sulla rispettiva homepage, se nella disponibilità dell’ASV Sterzing, del nominativo e dei contatti) e inserita nel sistema gestionale federale, secondo le procedure previste dalla regolamentazione federale. 4. Il Responsabile dura in carica 6 anni e può essere riconfermato.
- In caso di cessazione del ruolo di Responsabile contro abusi, violenze e discriminazioni, per dimissioni o per altro motivo, l’ASV Sterzing provvede entro 30 giorni alla nomina di un nuovo Responsabile inserendola nel sistema gestionale federale, secondo le procedure previste dalla regolamentazione federale.
- La nomina di Responsabile contro abusi, violenze e discriminazioni può essere revocata ancora prima della scadenza del termine per gravi irregolarità di gestione o di funzionamento, con provvedimento motivato dell’organo preposto del sodalizio. Della revoca e delle motivazioni è data tempestiva notizia al Safeguarding Officer delle varie Federazioni. L’ASV Sterzing provvede alla sostituzione con le modalità di cui al precedente comma.
- Il Responsabile è tenuto a:
- a) vigilare sulla corretta applicazione del Regolamento per la prevenzione e il contrasto ad abusi, violenze e discriminazioni sui tesserati delle varie Federazioni nell’ambito dell’ASV Sterzing nonché sulla corretta applicazione e aggiornamento dei Modelli organizzativi e di controllo dell’attività sportiva e dei codici di condotta adottati dagli stessi;
- b) adottare le opportune iniziative, anche con carattere d’urgenza (c.d. “quick-response”), per prevenire e contrastare nell’ambito dell’ASV Sterzing ogni forma di abuso, violenza e discriminazione nonché ogni iniziativa di sensibilizzazione che ritiene utile e opportuna;
- c) segnalare al Safeguarding Officer eventuali condotte rilevanti e fornire allo stesso ogni informazione o documentazione richiesta;
- d) rispettare gli obblighi di riservatezza di cui all’art. 17 del Regolamento per la prevenzione e il contrasto ad abusi, violenze e discriminazioni sui tesserati delle varie Federazioni;
- e) formulare all’organo preposto le proposte di aggiornamento dei Modelli organizzativi e di controllo dell’attività sportiva e dei Codici di condotta, tenendo conto delle caratteristiche dell’ASV Sterzing;
- f) valutare annualmente le misure dei modelli organizzativi e di controllo dell’attività sportiva e dei codici di condotta nell’ambito del proprio sodalizio, eventualmente sviluppando e attuando sulla base di tale valutazione un piano d’azione al fine risolvere le criticità riscontrate;
- g) partecipare all’attività obbligatoria formativa organizzata dalle varie Federazioni.
Art. 7 – Dovere di segnalazione
- Chiunque venga a conoscenza di comportamenti rilevanti ai sensi del precedente art. 3 e che coinvolgano tesserati, specie se minorenni, è tenuti a darne immediata comunicazione al Procuratore Federale e/o tramite il Safeguarding Officer.
- Chiunque sospetta comportamenti rilevanti ai sensi del presente Regolamento può confrontarsi con il Responsabile contro abusi, violenze e discriminazioni dell’ASV Sterzing o direttamente con il Safeguarding Officer della Federazione coinvolta.
Art. 8 – Diffusione ed attuazione
- L’ASV Sterzing, anche avvalendosi del supporto del Responsabile contro abusi, violenze e discriminazioni, si impegna alla pubblicazione e alla capillare diffusione del presente documento e del Codice di condotta a tutela dei minori e per la prevenzione delle molestie, della violenza di genere e di ogni altra condizione di discriminazione tra i propri tesserati e i propri volontari che, a qualsiasi titolo e ruolo, sono coinvolti nell’attività sportiva, alla messa a disposizione di ogni possibile strumento che ne favorisca la piena applicazione, allo svolgimento di verifiche in ordine ad ogni notizia di violazione delle norme nonché alla condivisione di materiale informativo finalizzato alla sensibilizzazione su e alla prevenzione dei disturbi alimentari negli sportivi.
- Il presente documento è pubblicato sul sito internet dell’ASV Sterzing, se nella sua disponibilità, e/o affisso presso la sede dello stesso ed è portato a conoscenza di tutti i collaboratori, qualunque sia il motivo della collaborazione, al momento in cui si instaura il rapporto con l’ASV Sterzing o che ne richiederà il rispetto prevedendo, in caso di inosservanza, adeguate sanzioni disciplinari o contrattuali.
Art. 9 – Norme finali
- Il presente documento è aggiornato dall’organo direttivo della Società con cadenza almeno quadriennale e ogni qual volta necessario al fine di recepire le eventuali ulteriori disposizioni emanate dalla Giunta Nazionale del CONI, eventuali modifiche e integrazioni dei Principi Fondamentali approvati dall’Osservatorio Permanente del CONI per le politiche di safeguarding ovvero le sue raccomandazioni nonché eventuali modifiche e integrazioni delle disposizioni delle varie Federazioni.
- Eventuali proposte di modifiche al presente documento dovranno essere sottoposte ed approvate dall’organo preposto dell’ASV Sterzing.
- Per quanto non esplicitamente previsto si rimanda a quanto prescritto dallo Statuto delle varie Federazioni sportive, da tutta la normativa endo-federale approvata dal Consiglio Federale della Federazione, inclusi il Regolamento per la prevenzione e il contrasto ad abusi, violenze e discriminazioni sui tesserati e il Codice Etico, dal Codice di Comportamento sportivo approvato dal CONI, nonché, per quanto eventualmente di competenza, dal “Code of Ethics”, approvato dalla competente Federazione Sportiva Mondiale.
- Il presente Regolamento, approvato dall’organo direttivo dell’ASV Sterzing, entra in vigore il giorno successivo alla sua pubblicazione.


